Flutkatastrophe

Mittwoch, 12. Januar 2005

Bericht aus Sri Lanka

Bericht von Helga Neumayer,MitarbeiterIn von
WIDE( http://www.oneworld.at/wide/) Sri Lanka,am 8.Januar,aus Tsunamisthan.

Nach 13 Tagen auf Sri Lanka moecht ich euch gerne wieder ein paar
Eindruecke uebermitteln von der derzeitigen Situation auf der Insel.

Die ganze erste Woche ab dem 26. Dezember 2004 habe ich in Colombo
verbracht, wo ich ausfuehrlich englischsprachige Zeitungen studierte und
die Sehenswuerdigkeiten der Stadt - es sind auch wieder nicht so viele -
in Angriff nahm. Die Solidaritaet mit den betroffenen Gebieten und
Menschen ist hier ueberall spuerbar, Leute sammeln individuell fuer
Bekannte und kollektiv in Tempeln, Moscheen und Kirchen fuer die
Betroffenen. StudentInnen organisieren Benefizveranstaltungen,
Privatleute aktivieren ihre ausgewanderten Verwandten in den reichen
Laendern zu spenden oder medizinische und technische Einsaetze zu
machen. In den ersten Tagen waren alle unter Schock, nach ein paar Tagen
kamen dann Infos ueber Uebergriffe gegen Maedchen und Kinder und
Verzoegerungen von Hilfeinsaetzen dazu. Jetzt moechten natuerlich alle
genau wissen, wohin ihr Geld geht und spenden gezielt. Eine gewisse
pessimistische Skepsis hat sich unter die anfaengliche uneingeschraenkte
Solidaritaet gemischt: selbst in der aergsten Not halten gewisse Leute
nicht Abstand von mafioesen Praktiken und bereichern sich an der
Notsituation, das wurmt die Leute.

Ich vermute, ihr habt die einzelnen Bilder und Vorkommnisse in CNN oder
BBC (oder ORF???) gesehen, und ich langweile euch nicht mit Einzelheiten
der Sensationsberichterstattung.

Nach dieser Woche verspuerte ich heftigen Lagerkoller, ich war auch der
Mainstreammedien ueberdruessig. Ich begab mich mit einem Freund
landeinwaerts entlang der Westkueste, noerdlich von Colombo. Die Kueste
hier war zwar auch betroffen, hat aber nicht den Hauptteil der
Killerwellen abgekriegt. Hier war die Kuestenstrasse niemals gesperrt,
obwohl es auch hier an der Kueste einige Todesopfer gab. Fuer
diejenigen, die sich mit Textilindustrie und Free-Trade-Zones
beschaeftigen ist vielleicht interessant zu erfahren, dass sich hier die
groessten Textilproduktionszonen mit 60.000 ArbeiterInnen befinden. Dh.
dieser Industriezweig blieb zu einem Gutteil verschont. Das Problem der
Arbeiterinnen besteht im Moment darin, dass oft ihre "lodging houses",
dort wo sie Kost und Quartier nehmen, weil sie aus dem Landesinneren
stammen, nicht intakt sind. Nach Auskunft der Garment-Union sind hier
"nur" zwei Arbeiterinnen umgekommen, eingie werden noch vermisst. Die
Gewerkschaft hat aber gleich mit einer Sammlung zugunsten von
betroffenen Gewerkschaftmitgliedern im Sueden und Osten begonnen unter
dem Motto "giving hand to trades victims".

Im Landesinneren leben die Menschen wie immer, geruhsam, meist von der
ueppigen tropischen Landwirtschaft und Nebenerwerben, wie zB. eben dass
die Maedels in die Fabrik arbeiten gehen. Einen Fischverkaeufer hab ich
kennengelernt auf seiner Subsistenzfarm, der beschwerte sich, dass die
Menschen im Moment keinen Fisch essen moegen, weil diese sich von den
toten Koerpern im Meer ernaehrten und niemand will zum Menschenfresser
werden. Fuer die verbleibende Fischercommunity - es hat ja gerade viele
direkt am Strand situierte Fischergemeinden getroffen -ist das
natuerlich ein bloede Sache, die zum ganzen Desaster hinzukommt.
Ansonsten sind auch im Hinterland die Menschen in Trauer, ueberall
haengen weisse Fahnen als Zeichen des Mitgefuehls und der Solidaritaet.

Nach diesem Ausflug in den Nordosten machte ich mich am 4. Jaenner auf
in den betroffenen Sueden, zur Familie eines Freundes. Dieser
Kuestenstreifen war den Wellen etwas wehrloser ausgesetzt, obwohl immer
noch nicht auf der direkten Einfallsseite. Das "Glueck" dieser
betroffenen Orte ist ihre Naehe zur Hauptstadt, die Kuestenstrasse wurde
am zweiten Tag nach dem Desaster gereinigt und es gibt keine
Versorgungsengpaesse. Die Familie, die wir besuchten, lebt etwa 400
Meter vom Meer entfernt in einer Mittelstandssiedlung, dort rauschte es
ihnen durch die Wohnzimmer. Zum Zeitpunkt meines Eintreffens hatten die
Leute aber schon ihre Haeuser halbwegs gereinigt und in den Vorgaerten
lagen die gesammelten Bibliotheken zum Trocknen in der Sonne. Der
Schuldirektor am Ende der Strasse hatte neben vielen Fach-
und Woerterbuchern auch eine Broschuere mit der Aufschrift "Water Supply
Bills" zum Trocknen aufgelegt ...

Das Brunnenwasser der Leute ist zwar noch brakig und nicht zum Kochen
geeignet, sie werden aber regelmaessig mit Trinkwasser versorgt. auch
die Bahnlinie funktioniert in diesem Kuestenabschnitt schon wieder
eingleisig, von den Fischerdoerfern direkt am Strand blieb allerdings
nichts uebrig ausser Schutt und den dazwischenliegenden Kokospalmen, die
in ihrer unglaublichen Flexibilitaet anscheinend alles aushalten. Die
Menschen sind in Lagern im Landesinneren untergebracht oder bei
Verwandten. Tagsueber zieht es sie aber an den Ort des Geschehens,
obwohl die Boote kaputt sind und fuer alltaegliche Aktivitaeten nichts
geblieben ist. Hie und da sieht man ein Feuer, wo Mist verbrannt wird.

Da ich in der Zwischenzeit Kontakt geschlossen habe mit dem Centre for
Welfare of Garment-Workers, schloss ich mich ihnen fuer eine Tour
Richtung Batticaloa (Ostkueste) und Matara (Suedkueste) an. Beide
Gebiete sind die am schwersten betroffenen Katastrophengebiete mit
zehntausenden Opfern. Die Garments-Gewerkschaft unternimmt diese
Konvoy-Fahrt mit einem Van zum Personentransport und einem Laster mit
"dry rations" bestehend aus Reis, Linsen, Gewuerzen und Zucker, um die
Leute zu versorgen, ihnen ihre Solidaritaet zu zeigen und um sich zu
informieren, wie es um die Mitglieder und deren Familien und Gemeinden
steht.

Allein die Fahrt ueber Land in die Region von Batticolao ist
deprimierend, denn die Gegend ist vollkommen demoralisiert vom
Buergerkrieg. Immer wieder kann man links und rechts der Strasse auf
Landminengefahr hin markiertes Gebiet sehen. Wir sind hier im
"Tamilen"-Gebiet, obwohl es auch viele Moslems gibt. Immer wieder
ausgeschossene und verlassene Haeuser, immer wieder Militaer-Checkpoints.

Die National Paper Mill, eine bis jetzt noch staatliche Papierfabrik ist
mit ihren 430 Angestellten die groesste Arbeitgeberin in der Gegend. Sie
hat ihre Arbeit bereits wieder aufgenommen, aber 31 Leute sind noch
nicht zur Arbeit erschienen, von zwei weiss man, dass sie den Fluten
zum Opfer gefallen sind. Ausser 15 Frauen arbeiten hier nur
Maenner. Einige von ihnen erzaehlen tragische Geschichten, dass die
ganze Familie mit 20 Leuten weg ist, dass das Haus weg ist, dass nur die
Tochter ueberlebt hat, etc. Etliche stehen noch unter Schock. Die
Regierung - eigentlich ihr Arbeitgeber - hat jenen, die ein
Familienmitglied verloren haben, 2000 Rupien (etwa 15 Euro) Anleihe zur
Verfuegung gestellt, die aber zurueckgezahlt werden muessen ... Mein
Eindruck erhaertet sich, dass die Leute neben der Grundversorgung
dringendst seelischen Beistand braeuchten, um den Schock und die Trauer
zu ueberwinden und einen Neustart zu unternehmen.

Die Leute nehmen ihre Dry-Rations entgegen und gehen wortlos heim,
waehrend wir in die naechste Fabrik weiterziehen, in die
private "Bismil-Garment"-Fabrik in Valaichchenai. Hier arbeiten
hauptsaechlich junge Frauen, auch ein paar Burschen. Anfangas entsteht
der Eindruck, als ob hier business as usual stattfaende. Aber dem ist
nicht so: Eine ganze Reihe von Naehmaschinen ist leer, das sind jene,
die noch nicht zur Arbeit kommen konnten oder den Fluten zum Opfer
gefallen sind. Viele der jungen FRauen kommen zwar zur Arbeit, sie
wohnen aber im Fluechtlingslager und haben alle und alles verloren. Die
Zeugnisse, die die Maedchen nach Arbeitsschluss abgeben, sind
unertraeglich. Sie stehen unter Schock und braeuchten seelischen
Beistand, keine Befragungen nach Erlebnissen und Zahl der toten
Familienmitglieder.

Die Leute nehmen ihre Dry-Rations entgegen, manche der Maedels sind ganz
gut aufgelegt und versuchen noch ihr weniges Englisch mit uns (es
ist neben mir noch eine Australierin mit im Konvoy).

Am Weg treffen wir eine Frau mit Kind, deren Mann - ein
Gewerkschaftsmitglied - bei der Flut umgekommen ist. Sie zeigt uns ihr
"Haus", von dem nur mehr die Grundfeste zu sehen ist. Daneben ein
Fischernetz, verfangen im abrasierten Land. In diesem Fischerdorf -
Pascoda - gab es 350 Todesopfer.

Unser naechstes Ziel ist die Polizeistation von Kalkudah, an der Spitze
einer Landzunge mitten im Meer liegend, hier hat es nicht nur Haeuser
und Menschen gaenzlich niedergewalzt, sondern auch Landminen
verschwemmt. In der Luft liegt ein suesslich-fauliger Geruch: Wegen der
Explosionsgefahr konnte man die Kadaver auf der einen Seite der Strasse
noch nicht suchen und wegraeumen. Wir bewegen uns vorsichtig hinter den
Polizisten her und besichtigen das ehemalige Fischerdorf. Eine verletzte
Frau sitzt neben der Mauer Ihres Hauses, einfach so. Auf der anderen
Seite der Mauer steht ein kleines Bild von Ganesh, so, als ob das Bild
die goettliche Welt in die abrasierte Einoede zurueckbringen koennte.
Etwas entfernt eine Palme, auf der sich eine junge Frau mit ihrem Kind
und ihrer Schwester retten konnten, als sie die Welle in die Hoehe
spuelte. Unten kam ihnen dann ein Polizist zu Hilfe.

Die zwei Schwestern sind Textilarbeiterinnen der Gewerkschaft und wir
besuchen sie im Dorf ihrer Eltern, wo sie jetzt wohnen. Die Frauen
erzaehlen ohne Zoegern von ihrem Erlebnis. In die Arbeit sind sie nicht
zurueckgekehrt, sie finden sich nicht in der Lage dazu. Nachts koennen
sie nicht schlafen. Ob sie wieder zur Arbeit zurueckkehren werden,
koennen sie nicht sagen. Sie stehen unter Schock. Das Kind, ein kleines
Maedchen von vielleicht 8 Monaten, ist quicklebendig und gut
aufgelegt. Auch hier mein Eindruck: neben der Grundversorgung braeuchten
sie dringend seelischen Beistand, um wieder aktionstuechtig zu werden.

Bevor wir diese Region verlassen, schauen wir uns noch in einem
Fluechtlingslager der "Ceylon Pnetecoastal Church" um. 1300 Menschen
draengen sich in der Zeremonienhalle der Kirche, vis a vis ein
Versorgungszelt des Roten Kreuzes. Vorher waren es 3500 Menschen, aber
sie wurden dann aufgeteilt. Vor der Eingangstuer werden Leute
ausbezahlt, die Familienmitglieder verloren haben, den Fond stellten
begueterte BuergerInnen. Ich haette hier gerne mehr gefragt ueber die
Situation der Frauen und Maedchen, aber die Leute sprechen nur Tamil,
kein Englisch. Und ich eben kein Tamil. Meine singhalesisch-sprechenden
BegleiterInnen brauchen selbst eine Uebersetzung aus dem Tamilischen.
Ich frage einen Organisator des Lagers, ob sich eine Frauengruppe
gebildet habe, aber er versteht mich kaum und sagt, es seien hier nur
Familien. So bleibt es nur bei dem visuellen Eindruck der Gedraengtheit
im Lager, wo es keine Privatheit gibt und eine Schlafmatte an die
naechste grenzt.

In der Daemmerung suchen die Burschen etwas Frischluft ausserhalb des
Lagers am Wegrand, neben den Feldern, die Maedchen gehen in Gruppen auf
dem Lagergelaende umher. Genau hier ist der Ort, der Zwischenraum, wo
die Frage beginnt: Wie verletzbar sind unbegleitete Jugendliche im
oeffentlichen Raum, wie verletzbar speziell Maedchen und Kinder, und
natuerlich die Frauen im Allgmeinen.

Am naechsten Tag, nachdem wir fast zwei Drittel des ganzen Landes
durchquert haben, kommen wir an die Suedspitze der Insel, nach Matara,
dort, wohin europaeische FernouristInnen zu kommen pflegten. Ein
weiterer Kuestenstreifen, der abrasiert ist. Die "Free-Trade-Zone" von
Koggala mit ihren 12.000 ArbeiterInnen - die Gebaeude selbst sind ohne
Schaden weil eher landeinwaerts - ist noch zwei Tage geschlossen. So
haben wir keine Information, wie die Sache hier steht. Viele Maedchen,
die hier arbeiten, kommen aus Doerfern im Landesinneren. Am 26. Dezember
waren Weihnachtsferien und es besteht die Hoffnung, dass die meisten bei
ihren Familien waren. Allerdings haben sie ihre "boarding-houses", ihre
Kost- und QuartiergeberInnen, verloren. Das "Womens Centre" des Ortes
hat zwar Schaden erlitten, steht aber noch als Gebaeude, allerdings
inmitten einer Wueste aus zerstoerten Haeusern, Touristenanlagen und
Restaurants.

Auch hier sitzen die leute in der Daemmerung bei ihren zerstoerten
Haeusern, oft nur auf den Grundfesten, und erwecken den Eindruck, als ob
sie medidativ etwas zurueckholen wollen. Sie stehen unter Schock. Im zu
Ende gehenden Tag fahren wir zurueck nach Colombo ueber Galle, hier gibt
es keinen Busbahnhof mehr, nur mehr eine Flaeche. Und die Boote aus dem
Hafen liegen auf dem Kuestenhighway, so als ob sie mal vom Wasser auf
die Strasse umsteigen wollten. Und im Hafen liegen nun grosse Schiffe
vor Anker: Wir sehen im Dunkeln nicht, welche Nation, aber Indien, die
USA und andere haben Schiffe geschickt, eine dieser Nationen wird es
halt sein.

Die Verwuestungen gehen bis ca. 30 km vor Colombo weiter, wir hoeren auf
zu schauen.

Grundversorgung mit Medizin, Lebensmitteln und Trinkwasser sind sicher
das erste, was die Menschen brauchen, aber daneben brauchen sie jede
Menge seelische Energie. Ich vermute, wir muessen das in der
Entwicklungszusammenarbeit ganz stark beruecksichtigen.

Eine anerkannte srilankische Schauspielerin, die von der Hauptstadt aus
Hilfslieferungen in die Katastrophengebiete sponsert und koordiniert,
sagte mir, es sei im Moment eine Katastrophe fuer die jungen
Schauspieler-KollegInnen, die auf Engagements angewiesen sind und
niemand geht im Moment aus Pietaet ins Theater. Ich riet ihr, in die
Katastrophengebiete zu gehen und die Stuecke auf die Leute abzustimmen
oder mit ihnen zu machen. Selbst wenn das noch nicht heute oder morgen
passiert, so brauchen die Leute langfristig kulturelle Sachen, um ueber
den Schock hinwegzukommen. Ich habe mich mit Anoma Janadari getroffen -
die Hauptdarstellerin aus "Flying with one Wing", und sie arbeitet
gerade an einem Integrationsstueck zum Leben von Gandhi mit tamilischen,
singhalesischen und moslemischen Jugendlichen aus dem ganzen
Land beiderlei Geschlechts. Das Stueck soll dreisprachig - in
Singhalesisch, Tamil und Englisch - aufgefuehrt werden. Ich glaube, es
sind genau diese Aktivitaeten, die auch wir von Oesterreich aus
unterstuetzen koennten.

Ich komme hier zu einem Ende, weil es schon sehr spaet ist und morgen
treffe ich wieder einige Leute, um ueber zukuenftige Moeglichkeiten zu
konversieren. Manche haben mich gefragt, wem sie spenden sollten. Ich
glaube, im Moment sind Organsiationen wie Rotes Kreuz, die ueber die
ganze Logistik von Katastropheneinsatz verfuegen, noch am Besten.
Langfristig kommen sicher noch spannende Projekte auf uns zu.

Mittwoch, 5. Januar 2005

Schuldenerlass

Attac fordert umfassende Schuldenstreichung

Seebeben im Indischen Ozean

Attac fordert umfassende Schuldenstreichung
Globalisierungskritiker: "Gleichzeitig spenden und kassieren ist keine gute Politik"

Wien - Globalisierungskritiker haben eine "bedingungslose und umfassende Schuldenstreichung" für die von der Flutkatastrophe betroffenen Länder gefordert. "Es kann nicht sein, dass die Menschen weltweit Millionen zur Unterstützung der Opfer spenden, während gleichzeitig Regierungen und Banken der Industrieländer Milliarden aus den betroffenen Ländern herauspressen", sagte Karin Küblböck von der Nichtregierungsorganisation Attac Österreich laut Aussendung vom Mittwoch.(APA)

EU-Schweigeminuten um 12.00 Uhr

Sonntag, 2. Januar 2005

Jetzt spenden!

Einsatz nach dem Erdbeben in Südasien

Zahlreiche Hilfsteams von Ärzte ohne Grenzen sind in allen betroffenen Ländern im Einsatz (Indien, Sri Lanka, Indonesien, Thailand, Bangladesch, Myanmar (Burma), Malaysia, Somalia, Kenia). Sie evaluieren die Situation, organisieren Nachschub und Verstärkung, leistenmedizinische und logistische Hilfe und konzentrieren sich auf die Wasserversorgung. Bisher gibt es keine Berichte der Teams vor Ort über ausbrechende Seuchen und Krankheiten.

Thailand
Erkundungsmission in Phuket – Ein Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen ist dort eingelangt, Bedürfnisse sind im Vergleich zu den anderen betroffenen Ländern besser abgedeckt.

Indonesien
Gefahr von Malaria und Dengue Fieber. Wasserversorgung hat Priorität, vor allem Entsalzung, da Salzwasser Trinkwasserversorgung gefährdet.

Spendenkonto:
PSK 930.40.950 (BLZ 60.000)
Kennwort "Notfall-Fonds für Flutopfer"

Donnerstag, 30. Dezember 2004

Flutkatastrophe

Die Flutkatastrophe erfordert unser aller Umdenken. Spenden sind als konkrete Hilfe sehr wichtig, jedoch alleine zuwenig.
Die tragischen Ereignisse zeigen, dass die Sicherheit der Menschheit durch Naturkatastrophen, ökologische Probleme und die immer größer werdende Kluft zwischen Armen und Reichen bedroht ist.

Es ist ein Skandal, dass einerseits 2003 die weltweiten
Rüstungsausgaben 879 Milliarden US$ (Quelle SIPRI) betrugen, andererseits für effiziente Frühwarnsysteme in der Krisenregion das Geld fehlte.

In diesen armen Ländern gab es fast keine Sicherheitsvorkehrungen. Es gilt auch im 21. Jahrhundert, dass die Armen gefährlicher leben.Wir brauchen auch keine militärischen Kampftruppen, sondern humanitäre Einsatzkräfte, die bei Krisen wirklich helfen können.
Naturkatastrophen können nie vollkommen verhindert werden. Aber mit Frühwarnung und Krisenvorsorge, ökologischer Nachhaltigkeit und einem mehr an sozialer Gerechtigkeit könnten die Folgen solcher Katastrophen
entscheidend gemindert werden.
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