Wiener Frauenbericht alarmierend

Der von Frauenstadträtin Sonja Wehsely jüngst präsentierten "Situationsbericht Frauen in Wien 2005" ist alarmierend.

Der letzte ist von 1996. Die SPÖ soll endlich aufhören mit angeblichen Jubelmeldungen über die Situation von Frauen in Wien und ihre Verantwortung stärker wahrnehmen. Zwar sind die politischen Rahmenbedingungen unbestritten besser als in anderen Bundesländern, aber die Benachteiligungen von Frauen gegenüber von Männern sind gravierend.

Die Probleme für Frauen in Wien sind vielfältig:

Höchststand an Frauenarbeitslosigkeit,
steigende Einkommensungleichheiten zwischen Frauen und Männern, mangelnde Kinderbetreuungsmöglichkeiten für unter 3-Jährige, mehr Unternehmensschließungen von Frauen als -gründungen,
in ihrer Existenz bedrohte Fraueneinrichtungen.

Statt darauf Antworten zu bieten und das versprochene Gegenmodell zur schwarz-orangen Bundesregierung einzulösen, rede die SPÖ die Lage schön: So sage die von der SPÖ als Indikator für die Situation von Frauen am Arbeitsmarkt herangezogene Erwerbsquote nichts aus über die Qualität von Jobs, die Arbeitsbedingungen und das Einkommen von Frauen.

Tatsächlich sind die in den letzten Jahren in Wien neu geschaffenen Jobs überwiegend Teilzeitjobs ohne Existenzsicherung, immer mehr Frauen arbeiten nur Geringfügig oder mit mangelnder sozial-und arbeitsrechtlicher Absicherung. Auch als Unternehmerin bekommt frau in Wien kaum Unterstützung und Einkommensschere beginnt bereits bei Jugendlichen.

Wien braucht dringend stärkere Frauenpolitik:
Eine Offensive für existenzsichernde Jobs, mehr arbeitsmarktpolitische Mittel, eine bessere Unterstützung für Unternehmerinnen, einen Lehrlingsfonds zur Unterstützung von Mädchen in nicht-traditionellen Berufen,Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem 6. Lebensmonat, die Koppelung der Auftragsvergabe an Frauenförderpläne in Betrieben, den Ausbau von Frauenberatungseinrichtungen und -initiativen.

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